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Der Weißabgleich richtet sich nach der Farbtemperatur des Lichts und muss bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen angepasst werden, um natürlich wirkende Farben in der Digitalphotographie zu erzeugen. Die Farbtemperatur wird in °K (Grad Kelvin) gemessen und bewegt sich im photographisch relevanten Bereich von 1000°K (Kerzenlicht) bis 12.000°K (Blauer Himmel). Die Farbtemperatur heller Mittagssonne liegt bei ungefähr 6000°K.

Schießt man ein digitales Photo bei Mittagssonne, sollte der Weißabgleich in der Kamera auf 6000°K stehen. Ist er hingegen höher eingestellt, wirken die Farben auf dem Photo zu warm und gelblich, ist er tiefer eingestellt wirken sie zu kalt und bläulich. Hier ist ein sehr schöner Artikel von ivent.de mit detaillierten Informationen und schönen Beispielbildern.

Die Funktion in der Kamera ist meistens nach der abgekürzten Englischen Bezeichnung benannt (WB). Man kann auch einen automatischen Weißabgleich verwenden (AWB), was nicht besonders zu empfehlen ist, da die Messung der Farbtemperatur schon sehr kleine Veränderungen der Lichtverhältnisse vor jedem Photo ausgleicht. Bei einer umfangreichen Photoserie eines Motivs mit konstanten Lichtverhältnissen kann das bei der RAW-Konvertierung erheblichen Mehraufwand bedeuten, da man den Weißabgleich für jedes Photo einzeln anpassen muss, wenn man mit dem geschossenen Ergebnis nicht zu frieden ist. Insbesondere bei Mischlicht (Motive mit unterschiedlich temperierten Lichtquellen) sollte man auf die AWB Funktion tunlichst verzichten.