Der Begriff Auflösung (eng. Resolution) wird oft fälschlicherweise synonym mit dem Begriff Bildgröße (eng. Frame Size) verwendet. Die Auflösung eines Bildes bezeichnet die Anzahl an Bildpunkten (eng. Picture Elements, kurz Pixels), die sich auf einer bestimmten Strecke befinden. Das wird auch Pixeldichte genannt. Je kleiner jeder einzelne Bildpunkt ist, desto mehr Bildpunkte passen auf eine Länge von einem Inch.

Üblich ist die Anzahl an „Pixels per Inch“ (PPI) bei einem Display. Das Äquivalent im Druck sind die sogenannten Druckpunkte (eng. dots). Da wird von „Dots per Inch“ (DPI) gesprochen. Mittlerweile wird aber auch bei Displays nur noch von DPI gesprochen und damit ein Dot dem Pixel gleichgesetzt. Legt man das metrische System zu Grunde, misst man die Pixel pro Zentimeter. Abkürzungen: PPCM, bzw. DPCM. Allerdings hat sich auch bei uns in Europa die Maßeinheit DPI als Standard durchgesetzt.

Ganz allgmein gesprochen bezeichnet man als Datenrate das Datenvolumen (den Datendurchsatz) pro Zeiteinheit. Üblicherweise pro Sekunde.

Je nach Art und Menge des Datendurchsatzes wird das in Kilobits pro Sekunde (kBit/s), Megabits pro Sekunde (mBit/s), Gigabits pro Sekunde (gBit/s), Megabyte pro Sekunde (MB/s), Gigabyte pro Sekunde (GB/s) gemessen und angegeben. Kilo steht für 1000. In den Anfängen des Internets ist man noch mit langsamen, analogen Modems über die Telefonleitung ins Internet gegangen, weswegen die Geschwindigkeiten in kBit/s angegeben wurden.

Seit Einführung der DSL-Technologie ist das Internet signifikant schneller geworden und Datenraten wurden plötzlich in mBit/s angegeben. 1 mBit sind 1000 kBit. Im Consumer-Bereich befinden wir uns zwar noch nicht im Gigabit-Zeitalter, aber wir steuern mit hoher Geschwindigkeit darauf zu. Ein gBit sind rund 1000 mBit, bzw. 1.000.000 kBit. Zwischen den großen Rechnzentren dieser Welt existieren schon Datenverbindungen im zweistelligen gBit Bereich.

Aber auch die Qualität von Streaming Medien (Audio und Video) wird als Datenrate angegeben. Da diese Medien zeitbasiert sind, kann auch hier eine gewisse Menge an Daten pro Sekunde durchgesetzt werden. Einerseits beim Herunterladen von Inhalten aus dem Internet (Downstream), beim Hochladen ins Internet (Upstream) und andererseits innerhalb eines Systems, wenn wir uns etwa eine Videodatei von unserer Festplatte mit einem Videoplayer ansehen (z.B. mit dem kostenlosen VLC Mediaplayer für Mac und PC).

Bei einem Video teilt sich die Gesamtdatenrate in die Datenrate der Videospur und die der Audiospur auf. Da Videodaten um ein vielfaches größer sind, als Audiodaten wird die Videodatenrate bei (komprimierten) Videos in mBit/s angegeben und die Audiodatenrate in kBit/s. Je weniger Videos und Audios komprimiert sind, desto besser ist deren visuelle, bzw akustische Qualität. Natürlich muss die Datenrate immer dem Verwendungszweck entsprechen. Ein Video im Internet sollte nur so groß sein, dass eine zu erwartende Menge an Leuten dieses Video gleichzeitig anschauen kann, ohne dass dabei die Leistung des Servers oder dessen Anbindung an das Internet gesprengt wird. Wenn also ein Server mit einem gBit/s an das Internet angebunden ist und 1000 Besuchern das simultane flüssige Abspielen eines Videos gewährleisten möchte, dann darf das Video eine Gesamtdatenrate (Audio+Video, kurz AV) von 1 mBit nicht überschreiten (z.B. 808 kBit für das Video und 192 kBit für die Tonspur). Das ist für ein Full HD Video in Anbetracht aktueller Standards eine eher schlechte Qualität, resultiert dafür aber in einer kleineren Dateigröße und deswegen auch einem geringeren Datendurchsatz pro Sekunde.

 

In der Terminologie von Computertechnik bezieht sich die Bildgröße (eng. Frame Size) überwiegend auf Videos. Bei statischen Bildern sprechen wir von dessen Dimensionen (eng. Dimensions). Nun wird auch klar, was damit gemeint ist: Die Breite (eng. Width) und Höhe (eng. Height) eines Bildes (x- und y-Dimension). Oft wird der Begriff „Auflösung“ fälschlicherweise synonym für die Dimensionen eines Bildes verwendet.

Die folgende Grafik veranschaulicht die Entwicklung der Bildgröße von unsrem alten TV-Standard PAL bis zum riesigen 8k Kino-Format. Maßstabsgetreu. Errechnen wir diese Multiplikation der Dimensionen in einer Zahl, erhalten wie die Größe in MP (Mega Pixels), die wir als Verkaufsargument der Hersteller digitaler Kameras kennen. Ein UHD Bild von 3840×2160 Pixeln besteht somit insgesamt aus 8.294.400 Pixeln, also rund 8,3 MP. Meiner Meinung nach eine falsche Bezeichnung, die rein aus der Sicht eines Marketers kreiert wurde, weil es sich besser anhört, als Giga Pixel. Denn bleibt man kongruent zum Verhältnis  von kBit, mBit und gBit, müssten 8 Millionen Pixel eher als Giga, denn als Mega bezeichnet werden.

Die Bildgröße im Wandel: Von SD TV bis 8k Kino

Die Bildgröße im Wandel: Von SD TV bis 8k Kino

 

CMS ist die Abkürzung für Content Management System und bezeichnet Software, die speziell zum Ausführen auf einem Webserver entwickelt wurde. Man kann auch CM System sagen. CMS System wird auch immer wieder verwendet, ist aber falsch und wird offenbar nur von Leuten verwendet, die nicht wissen, wofür die Abkürzung CMS steht.

Das Ziel der Entwicklung von CM Systemen war die strikte Trennung von Programmierung und Inhalt (Content), so dass Mitarbeiter eines Unternehmens auch ohne Programmierkenntnisse in der Lage sind, neue Inhalte auf der Firmenwebsite zu veröffentlichen. Auch der Prozess einer Veröffentlichung von Webseiteninhalten sollte mit der Einführung von CMS erheblich beschleunigt werden.

Wie es heutzutage jeder von den Freemail-Anbietern (z.B. GMX) kennt, loggt man sich mit einem Benutzernamen (oder der E-Mail-Adrese) und dem Passwort in das sogenannte „Backend“ (Administrations- und Redaktionsbereich) ein und findet dort Texteditoren vor, mit denen man online – so einfach wie in Word – neue Artikel mit Bildern und Videos (bei modernen CMS) verfassen und diese in bestimmten Bereichen auf der Website (Frontend) veröffentlichen kann.

Es empfiehlt sich aber sehr, die Artikel vor der Veröffentlichung auf der Website lokal als Word-Dokument anzulegen, damit man immer ein lokales Backup seiner Artikel hat. Nur das Hinzufügen von Medien geschieht dann noch im Backend des CMS.

Medien müssen vor dem Hochladen webgerecht aufbereitet werden. Für WordPress gibt es PlugIns, die genau dieses automatisch mit Bilddaten tun (Image Optimizer, Image Cruncher). Das ist besonders wichtig für mobile Websites, da Nutzer mit dem Smartphone meist wesentlich langsamere Internetverbindungen haben, als am Desktop. Außerdem sind webgerecht und mobilgerecht aufbereitete Inhalte ein Ranking-Kriterium für Google. Bei der Anzeige von Suchergebnissen werden geschwindigkeitsoptimierte Websites vorrangig dargestellt.

Es ist durchaus denkbar, dass Webserver mit fortschreitender Technologie irgendwann automatisch in der Lage sind unverhältnismäßig aufbereitete Videodateien ebenfalls kleinzurechnen und zu komprimieren (wie es YouTube, Facebook und andere Websites machen, wo man als Nutzer Videos hochladen kann). Dies ist jedoch ein sehr rechenintensiver und damit teurer Prozess, der sich auf dem massenmarkt für Webpublisher vorerst wohl nicht durchsetzen wird.

Als Web App oder Browser App (Anwendung/Applikation, engl. Application) werden funktionale Websites bezeichnet, deren Nutzererfahrung (User Experience / UX) durch moderne Programmierung und Technologien der Nutzererfahrung mit einer nativen Desktop- oder Smartphone App in Nichts nachsteht. Mit AJAX, JSON, jQuery und anderen Technologien ist es heutzutage möglich, Inhalte (wie z.B. das Ergebnis einer Berechnung) auf einer Website nachzuladen, ohne die komplette Seite neu laden zu müssen. Durch „Responsive Webdesign“ funktioniert das auch auf dem verhältnismäßig kleinen Display eines Smartphones, so dass man eine moderne Browser App kaum noch von einer nativen Android oder iOS App unterscheiden kann.

Eine Vektorgrafik ist das Gegenteil eines Bitmaps, wenn man so will. Eine Bitmap-Grafik kann man sich vorstellen, wie ein Schachbrett. Jedes Feld stellt einen Pixel dar und alle Pixel zusammen ergeben das Bild. Damit ist ein Bitmap nicht von der Auflösung unabhängig, da jedes einzelne Pixel definiert ist.

Vektorgrafiken hingegen bestehen aus Vektoren. Genau jenen mathematischen Vektoren, mit denen Körper, Flächen, Kurven und Punkte auf zweidimensionalen Flächen und in dreidimensionalen Räumen beschrieben (definiert) werden. Da zum Beispiel die Krümmung einer Kurve in jeder beliebigen Größe mathematisch identisch durch eine Formel definiert wird, kann die Kurve ohne Verlust der Qualität auf jede Größe skaliert werden. Ein und dieselbe Vektorgrafik sieht auf dem Screen eines Smartphones genau so scharf und unverpixelt aus, wie auf einer 8k Kinoleinwand

Eine Schriftart ist wohl das bekannteste Anwendungsbeispiel von Vektorgrafiken. Denn diese kann der Anwender ja so groß verwenden, wie er möchte, ohne dass diese durch die Vergrößerung pixelig wird und sichtbare Treppenmuster an den Kurven entstehen. Grafik-Designer lieben Vektorgrafiken in der Regel… sofern sie damit umgehen können, was viel Übung erfordert und bei weitem nicht ganz so einfach ist, wie mit Photoshop Bilder zu bearbeiten.

Canvas bedeutet zu Deutsch Leinwand. Und genau so kann man sich dieses HTML5-spezifische DOM Element auch vorstellen. Es ist eine leere weiße Fläche, die man in einer beliebigen Größe auf Internet-Seiten positionieren kann. Durch SVG/XML, CSS- und JavaScript-Code kann man diese Leinwand mit Bildern, Audios, Videos, Grafiken und Vektordaten „bemalen“ (bestücken) und diese animieren. Das Canvas-Element wurde eingeführt, um das Flash-PlugIn auf kurz oder lang vollständig zu ersetzen. 2020 wird das Flash-Plugin von Adobe endgültig begraben und aus dem Internet verbannt. Goodbye Flash, es war eine schöne Zeit mit Dir! Hier finden Sie tiefergehende technische Informationen zu HTML5 und das Canvas Element.

Der Weißabgleich richtet sich nach der Farbtemperatur des Lichts und muss bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen angepasst werden, um natürlich wirkende Farben in der Digitalphotographie zu erzeugen. Die Farbtemperatur wird in °K (Grad Kelvin) gemessen und bewegt sich im photographisch relevanten Bereich von 1000°K (Kerzenlicht) bis 12.000°K (Blauer Himmel). Die Farbtemperatur heller Mittagssonne liegt bei ungefähr 6000°K.

Schießt man ein digitales Photo bei Mittagssonne, sollte der Weißabgleich in der Kamera auf 6000°K stehen. Ist er hingegen höher eingestellt, wirken die Farben auf dem Photo zu warm und gelblich, ist er tiefer eingestellt wirken sie zu kalt und bläulich. Hier ist ein sehr schöner Artikel von ivent.de mit detaillierten Informationen und schönen Beispielbildern.

Die Funktion in der Kamera ist meistens nach der abgekürzten Englischen Bezeichnung benannt (WB). Man kann auch einen automatischen Weißabgleich verwenden (AWB), was nicht besonders zu empfehlen ist, da die Messung der Farbtemperatur schon sehr kleine Veränderungen der Lichtverhältnisse vor jedem Photo ausgleicht. Bei einer umfangreichen Photoserie eines Motivs mit konstanten Lichtverhältnissen kann das bei der RAW-Konvertierung erheblichen Mehraufwand bedeuten, da man den Weißabgleich für jedes Photo einzeln anpassen muss, wenn man mit dem geschossenen Ergebnis nicht zu frieden ist. Insbesondere bei Mischlicht (Motive mit unterschiedlich temperierten Lichtquellen) sollte man auf die AWB Funktion tunlichst verzichten.

Ein hoher Motivkontrast äußert sich in fast weißen überbelichteten Bildbereichen und fast schwarzen unterbelichteten Bildbereichen einer Aufnahme. Eine perfekte Aufnahme würde Ihr Motiv im besten Fall so abbilden, wie wir es mit unseren Augen sehen. Unser Auge ist jedoch in der Lage mit ca. 21 Blendenstufen gleichzeitig zu schauen, so dass wir auch Motive mit einem hohen Motivkontrast in allen Blickwinkeln korrekt belichtet sehen, während eine Aufnahme nur mit einer einzigen Blende simultan erzeugt werden kann.

In der Photographie werden unbewegte Motive mit einem hohen Motivkontrast mit 20 und mehr Belichtungen geschossen (z.B. ein Sonnenuntergang am Strand), um alle Bildbereiche eines Motivs korrekt belichtet zu haben. All diese Aufnahmen werden dann zu einem perfekten Bild zusammengerechnet. Man spricht dann von einem HDRI (High Dynamic Range Image). HDRI bezeichnet also ein Bild mit einem hohen Dynamikumfang.